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Fredrik Backmans „Ein Mann namens Ove“

Fredrik  Backmans „Ein Mann namens Ove“
Fredrik  Backmans „Ein Mann namens Ove“

Im Mittelpunkt des nächsten Literaturgesprächskreises am Donnerstag, den 07. Juni ab 20.00 Uhr in den Räumen der Bücherei Niederbrechen steht Fredrik Backmans Roman „Ein Mann namens Ove“.

Ove ist ein ganz besonderer Mensch. Er ist griesgrämig, pedantisch, unfreundlich. Sein Alltag verläuft stets nach demselben Schema, Gewohnheiten wie sein allmorgendlicher Kontrollgang durch die Reihenhaussiedlung sind für ihn lebenswichtig. Auch die Wahl der Automarke ist für Ove ganz entscheidend. Für ihn kommt  nur Saab infrage. Ove ist ein Mann, der sich an Regeln und Gesetze hält und diese sehr ernst nimmt. Daher kann er auch wahnsinnig wütend werden, wenn ein Mitbürger ein Gesetz überschreitet. Autofahren – in der Reihenhaussiedlung verboten – bringt ihn richtig auf die Palme. Dabei wirkt Ove oft unfreiwillig komisch. Er gerät ständig mit anderen Menschen aneinander und bekommt im Krankenhaus Hausverbot, als er den Krankenhaus-Clown verprügelt. Seit dem Tod seiner Frau Sonja ist Ove am liebsten alleine. Ohnehin wortkarg und eigenbrötlerisch, schottet er sich immer mehr von seinen Nachbarn ab. Dies ändert sich jedoch, als er seine neuen Nachbarn kennen lernt, denn die junge Familie braucht seine Hilfe und bringt Oves Alltag ganz schön durcheinander.

Trotz seiner ruppigen und unfreundlichen Art ist Ove großherzig und treu-in ihm steckt eine gute Seele. Er hat seine verstorbene Frau aus tiefstem Herzen geliebt und vermisst sie ganz fürchterlich. Ove konnte ihr keinen Wunsch abschlagen, auch wenn er zunächst gemeckert hat. So kann er auch nicht wirklich „Nein“ sagen, als ihn seine neue Nachbarin um Hilfe bittet, obwohl sie Ove bei seinen Selbstmordvorbereitungen stört.

Der schwedische Autor Fredrik Backman hat mit „Ein Mann namens Ove“ seinen ersten Roman verfasst. Früher hat er als Gabelstapler-Fahrer und Kolumnist gearbeitet und wurde als Blogger bekannt. Fredrik Backman ist Jahrgang 1981 und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stockholm. 

 

Die Teilnehmer des Literaturgesprächskreises treffen sich ca. alle sechs bis sieben Wochen, um sich über das gelesene Werk auszutauschen, die Vorschläge stammen aus dem Kreis der Teilnehmer. Jeder, der für Literatur aufgeschlossen ist, ist als Bereicherung stets willkommen. 

 

Von Jürgen Schühler